Das Filmprojekt Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma'abarot

Am 09. Mai wird der Film erstmals im Fernsehen ausgestrahlt: Er läft um 22:30h auf Phoenix.
Kino-Vorführungen sind unter Termine zu finden. Bei Interesse an einer Vorführung: Kontakt

Auf DVD ist der Film bei absolut Medien erschienen und kann hier bestellt werden.

Wir haben den Preis als bester Langfilm beim LICHTER-Filmfest Frankfurt 2014 gewonnen. Darüber freuen wir uns und haben eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Außerdem haben wir eine Übersicht an Pressestimmen zusammengestellt.

Trailer, Projektgruppe Docview, März 2012.



Was wir machen

Wir machen einen Dokumentarfilm über das Leben von Verfolgten des Nationalsozialismus im Kibbuz Ma'abarot in Israel. Grundlage für den Film sind von uns geführte Interviews mit fünf Überlebenden, die auf ganz unterschiedlichen Wegen von Deutschland nach Israel bzw. Palästina kamen, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Informationen zu den Interviewten

An unserem Projekt ist besonders, dass wir den Fokus nicht nur auf die Verfolgung der ProtagonistInnen in Nazi-Deutschland richten, sondern gerade an dem Weiterleben der Menschen im Kibbuz und in Israel interessiert sind. Wir können so Einblicke in Lebensläufe von Menschen liefern, die trotz ungeheuerlicher Erfahrungen ein neues Leben aufgebaut haben. Dabei stellt das Leben in einem Kibbuz einen besonderen Neuanfang dar.
Es stellen sich Fragen, wie: Wieso ein Leben im Kibbuz? Was zeichnet dieses Leben aus und welche Ideale sind damit verbunden?

Im September 2010 fand unsere erste gemeinsame Reise nach Israel statt, von der wir mit 25 Stunden Filmmaterial zurückkamen (Reisebericht 2010).

Bei unserer zweiten Reise im Frühjahr 2011 führten wie weitere Interviews, hielten Alltagssituationen des Lebens im Kibbuz filmisch fest und unternahmen kleinere Ausflüge mit unseren ProtagonistInnen (Reisebericht 2011).

Ohne unser Projekt hätten wir und all diejenigen, die unseren Film sehen werden, vermutlich keine Chance mehr von den Lebensgeschichten der ProtagonistInnen zu erfahren und umgekehrt hätten diese vielleicht keine Möglichkeit, ihre Geschichte anderen zugänglich zu machen.

Mit unserem Film richten wir uns insbesondere an junge Menschen und planen zur DVD noch die Erarbeitung von Begleitmaterialien mit Hintergrundinformationen zur Vertiefung.

Eine ausführlichere Projektbeschreibung findet sich unter Projektidee.

Wer wir sind

Wir sind Docview eine Gruppe aus acht jungen Leuten, von denen die meisten noch studieren. Das Projekt machen wir alle ehrenamtlich, weil wir es interessant und wichtig finden. Denn wir gehören zur letzten Generation junger Menschen, die noch Gelegenheit hat, mit Verfolgten des Nationalsozialismus zu reden. Es liegt daher in unserer Verantwortung, die Erinnerung an die Überlebenden für kommende Generationen wach zu halten.

Die Projektidee wurde von uns gemeinsam entwickelt und wird auch gemeinsam umgesetzt. Wir versuchen dabei hierarchiefrei zu arbeiten und haben beispielsweise – für ein Filmprojekt ungewöhnlich – keinen Regisseur, sondern entscheiden in unserer Gruppe gemeinsam, welche Schwerpunkte im Film gelegt werden sollen.

Weitere Informationen über die Projektgruppe sind unter Gruppenbeschreibung und Teamvorstellung zu finden.

Wie man uns unterstützen kann

So interessant das Projekt auch ist, es ist leider auch mit hohen Kosten verbunden. Das liegt vor allem an den Reisekosten, zum andern aber auch daran, dass wir uns dazu entschieden haben, hochformatig zu drehen, um einen qualitativ hochwertigen Film produzieren zu können. Liste der UnterstützerInnen.

Unter Kontakt sind unsere Kontaktdaten sowie ein Spenden-Konto angegeben.

Joav Burstein verstorben (1923 - 2011)

Bestürzt haben wir erfahren, dass Joav Burstein gestorben ist. In Gedanken sind wir bei seiner Ehefrau Sarah und allen Angehörigen.

Wir sind sehr froh darüber, Joav während unserer Besuche in Ma'abarot kennen gelernt, und einige sehr nette Stunden mit ihm verbracht zu haben.

Es ist uns eine Ehre, mit Joav ausführliche Interviews geführt zu haben, und seine Lebensgeschichte durch den gerade entstehenden Film über seinen Tod hinweg bewahren zu können.

Die Filmgruppe Docview im November 2011
Joav Burstein